 Die Erfindung des Akkordeons
Wer hat das Akkordeon erfunden? Die Antwort auf
diese häufig gestellte Frage lautet: Niemand. Es hat nie jemanden gegeben, der in seiner Werkstatt "das Akkordeon erfand". Seine verschiedenen Teile haben alle ihre eigene Geschichte und viele Instrumentenbauer haben dazu beigetragen, dass sich daraus das heutige Akkordeon entwickeln konnte.
Seinen Namen hat es erhalten, weil nur ein Knopfdruck nötig ist, um einen harmonischen Akkord zu erzeugen.
Für den Klang der Einzeltöne und Akkorde sind Zungen zuständig, die durch Luftströme in
Schwingungen versetzt werden. Diese Luft wird durch einen Balg bewegt und dieser Balg wird von Hand
bedient.
Instrumente mit diesen Eigenschaften nennt man Harmonikas, Instrumente mit durchschlagenden Zungen, Balginstrumente oder
Handzuginstrumente, je nachdem, welche Eigenschaft im Vordergrund steht. Enge Verwandte des Akkordeons sind zum Beispiel das Bajan, das Bandoneon und die Concertina.
1829 erfand Cyrill Demian das Accordion als erstes Instrument, das jede dieser vier Eigenschaften besaß. Es
hatte äußerlich noch wenig Ähnlichkeit mit dem heutigen Akkordeon, wird aber als die Erfindung betrachtet, aus der es entstanden ist. Hier finden Sie eine Übertragung des Patents von Demians Accordion in heutige Schreibweise.
Das Patent hat Dr. Herbert Scheibenreif in der Bibliothek der Technischen Universität in Wien ausfindig gemacht. Scheibenreif ist enger Freund und Übersetzer der Bücher des Moskauer Bajanisten Friedrich Lips, dessen CDs er produziert und unter www.accordion-cd.co.at vertreibt.
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